StartseiteDiagnose & TherapieverfahrenAusleitungsverfahrenBlutegeltherapie

Die Wirksamkeit der Blutegel in der Naturheilkunde ist schon seit der Antike bekannt. Die Blutegeltherapie, im 20. Jahrhundert in Vergessenheit geraten, erlebt gerade eine Renaissance.

Bis zu zehn Blutegel werden an geeigneter Stelle angesetzt. Die Tiere saugen an der Ansatzstelle 1-2 Teelöffel voll Blut und fallen, wenn sie satt sind, meist nach einer Stunde, von selbst ab. Aus der Bissstelle blutet es einige Stunden nach, dabei treten etwa 10 ml Blut aus. Durch gerinnungshemmende Stoffe, die der Egel produziert, kommt es zu einer Nachblutung von 10-50 ml Blut und dies kann bis zu 24 Stunden dauern.


Die Wirkung der Blutegelbehandlung ist mit der eines sanften Aderlasses vergleichbar. Es ergibt sich eine Entlastung des Gewebes, weil Schlackenstoffe ausgeschwemmt werden. Gerade bei Entzündungen und bei Krampfadern führt die Behandlung unmittelbar zu einer Verminderung des Druckschmerzes.
Die Wirkung wird noch durch die zahlreichen entzündungshemmenden, immunisierenden und entstauenden Substanzen, die mit dem Speichel der Blutegel abgesondert werden, verstärkt.
Die Blutegeltherapie wirkt mit der Kraft der Natur blutverdünnend, entzündungswidrig, entkrampfend, immunstärkend, beschleunigt den Fluss der Lymphe, stärkt die Gefäße und erhöht deren Elastizität.

Die schon sehr alte und bewährte Blutegeltherapie wird überwiegend gegen Krankheiten des Bewegungsapparates wie Arthrose, aber auch bei Durchblutungsstörungen und andere Erkrankungen eingesetzt.

In leichteren Fällen kann allein durch diese Therapie erreicht werden, dass die veränderten Venen sich wieder regenerieren.


Kann man sich durch die Blutegel infizieren? Nein, in meiner Praxis werden Blutegel aus Zuchtanstalten für medizinische Zwecke verwendet. Jeder „gebrauchte“ Egel wird zurück in den „Rentnerteich“ geschickt.
Sie werden nicht wieder in den Verkehr gebracht. Das ist ein wenig teurer, aber: wer wirft seinen Arzt oder Heilpraktiker schon in reinen Alkohol, um ihn abzutöten, wenn dieser ihn vorher erfolgreich behandelt hat?



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